Unser Selbstverständnis
Die Jungen Liberalen im Westerzgebirge, versammelt zu ihrem zweiten Regionalkongress am 13.
November 2010, geben sich, um ihr künftiges Wirken auf eine tragfähige Grundlage zu stellen, das
nachfolgende Selbstverständnis.
Wir sind ein politischer Verband junger Menschen mit liberaler Geisteshaltung in den Altlandkreisen Aue-Schwarzenberg und Stollberg. Als solcher gehören wir dem Kreisverband der Jungliberalen Aktion Erzgebirge, dem Landesverband der Jungliberalen Aktion Sachsen sowie dem Bundesverband der Jungen Liberalen Deutschland e. V. an.
Als eigenständiger Verband des politischen Lebens stehen wir der Freien Demokratischen Partei nahe, betonen aber gleichzeitig unsere Unabhängigkeit vom Parteienspektrum und behalten uns ausdrücklich vor, auch mit anderen, liberalen Parteien zu kooperieren.
Für unsere politische Tätigkeit steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt. Um zusammen mit anderen Menschen in Gesellschaft existieren zu können, betrachten wir folgende, grundlegende und
naturgegebene Rechte für unabdingbar und unveräußerlich:
- Das Recht auf Leben.
- Das Recht auf Freiheit.
- Das Recht auf Eigentum.
Jedes dieser Rechte ist unweigerlich mit den anderen beiden verstrickt. Als Einheit bilden sie die unantastbare Würde des Menschen, an deren Leuchtfeuer wir unsere liberale Politik orientieren.
Der Liberalismus ist für uns unteilbar. Freiheit kann es letztlich nur in vollem Umfang geben. Wir verwehren uns daher jeder Verfälschung, Verwaschung oder Verweichlichung klassisch liberaler
Grundgedanken.
Daraus ergeben sich für unsere Politik nachfolgende konkrete Handlungsanweisungen:
- Wir setzen Vertrauen in den einzelnen Menschen.
Es gilt eine Grundvermutung zugunsten der Fähigkeiten und Talente des einzelnen
Bürgers. Der freie Mensch ist daher grundsätzlich am besten in der Lage, das nach
seinem Gutdünken Richtige für sein eigenes Leben zu tun. Diese Freiheit zu respektieren,
geht einher mit der Anerkennung der Verantwortung jedes Einzelnen für seine
Handlungen.
- Wir setzen Vertrauen in die freie Marktwirtschaft.
In einer Gesellschaft freier Menschen gibt es keine Herrscher und auch keine
Beherrschten. Daher ist Interaktion zwischen den Bürgern nur nach den Grundsätzen der
Gleichordnung und der Freiwilligkeit möglich. Das bedeutet, dass der Markt das beste,
alternativlose und leistungsfähigste Forum für den Austausch zwischen den Menschen ist.
- Wir setzen Vertrauen in die Subsidiarität.
Was der einzelne Mensch nicht selbst aus eigener Kraft leisten kann, versucht er in der
Familie, im Freundes- und Bekanntenskreis, in Vereinen, Gesellschaften, Stiftungen und
anderen Zusammenschlüssen zu bewerkstelligen. Erst, wenn privates Engagement nicht
mehr leistungsfähig genug ist, darf die Gemeinde, das Land oder der Bund - kurz
der Staat - eingreifen. Privat kommt vor Staat. Da wir, geleitet von den Punkten 1 und 2,
der Meinung sind, dass die spontane Ordnung aus vielen, individuellen Entscheidungen
jedem staatlichen Planen überlegen ist, muss sich letzteres grundsätzlich auf seine
Kernbereiche beschränken.
- Wir setzen Vertrauen in die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
"Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - mit Ausnahme derer, die
von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." Wie damals schon Winston Churchill halten
wir die Demokratie für die beste gesellschaftliche Organisationsform freier Menschen.
Ihre Nachteile suchen wir stetig herauszuarbeiten und Verbesserungsvorschläge zu
unterbreiten. Zum Bekenntnis zur Demokratie gehört es auch, uns gegen ihre Feinde zu
stellen. So lehnen wir Sozialismen aller Art ab - sei es von linker oder rechter Seite.
- Wir setzen Vertrauen in das Grundgesetz.
Das Grundgesetz ist ein Fanal der Freiheit. Wie keine Verfassung zuvor, beginnt es mit
der Würde des Menschen und verbürgt sodann die Menschen- und Bürgerrechte. Sie zu
respektieren und zur Anleitung für unser politisches Handeln zu erklären, ist für uns
zugleich Verpflichtung und Selbstverständlichkeit.
- Wir setzen Vertrauen in die Jugend.
Als liberaler Jugendverband haben für uns die Anliegen, Interessen und Probleme der
jungen Menschen oberste Priorität. Wir sind der Meinung, dass keiner das Recht hat,
seine Probleme auf Kosten nachfolgender Generationen zu lösen. Daher fordern wir das
Ende jeder Verschuldungspolitik.
- Wir setzen Vertrauen in das Erzgebirge.
Die Jungen Liberalen im Westerzgebirge bekennen sich zu ihrer Heimat. Wir glauben,
dass unsere Region große Potentiale und Möglichkeiten hat. Um diese zu offenbaren,
setzen wir uns aktiv in der Kommunalpolitik ein.